 Nordic Walken
 Nordic Walking
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Spezial "Richtig Nordic Walken": Trainingsempfehlungen für Nordic Walking Anfänger
Der Inhalt der siebten Ausgabe unseres Specials ist vor allem für
Nordic Walking-Anfänger interessant. Es soll Ihnen hier eine kurze
Anleitung gegeben werden, wie Sie ein langfristiges Nordic
Walking-Training durchführen können. Dies ist recht wichtig, damit Sie
nicht einfach 'drauf loslaufen', sondern eine gewisse Steuerung Ihrer
Touren erlangen.
Die Grundlagen von Training
Der Begriff Training ist für den Menschen, der wenig Sport treibt, eher
mit Hochleistungssport als mit einer Nordic Walking-Tour verbunden.
Doch derjenige, der das Nordic Walking nicht 'nur' zum Spaß betreiben
will, sondern in irgendeiner Hinsicht einen körperlichen Effekt
erzielen möchte, muss sich zumindest mit den Grundlagen der
Trainingslehre kurz auseinander setzen.
Vor dem Start
Bevor ein Nordic Walking-Trainingsplan aufgestellt werden kann, sollte
zunächst einmal ein Gesundheits- und Fitness-Check gemacht werden. Wenn
Sie Herzrhythmusstörungen, starke Gelenkbeschwerden, Operationen oder
Krankheiten haben und/oder hatten, dann sollten Sie vor dem Beginn des
Nordic Walkings unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich sein OK holen.
Gleichzeitig könnten Sie bei ihrem Arzt ein Belastungs-EKG machen und
sich so Aufschluss über Blutdruck, Pulsfrequenzen (Herzschlag pro
Minute) und ihre körperliche Fitness geben lassen. Denn für eine
Planung des Trainings ist die Bestimmung des Istwertes genauso wichtig
wie das Setzen eines Zieles in Form eines Sollwertes.
Bestimmung der maximalen Pulsfrequenz
Doch auch ohne ein Belastungs-EKG können Sie selbst berechnen, wie hoch
Ihre maximale Pulsfrequenz in etwa ist: Als Faustformel gilt 220 –
Lebensalter.
Das Wissen über diesen Wert ist notwendig, wenn sie Ihr Training mit
Hilfe einer Pulsuhr und vorgegebenen Pulsfrequenzen gezielt
koordinieren wollen. Wenn Sie keine Beschwerden haben, mit einer
Pulsuhr, Nordic Walking-Stöcken und ein wenig Zeit für das Training
ausgestattet sind, dann können Sie damit beginnen, sich entweder einen
Plan aufzustellen oder die folgenden Tipps ohne ausgearbeiteten Plan
bei Ihren Touren beachten.
Die einzelnen Trainingsparameter
Es gibt mehrere Punkte, die man als trainierender Nordic Walker beachten sollte:
- Die Belastungsdauer
- Den Belastungsumfang
- Die Belastungsintensität
- Die Belastungsdichte
Hierbei handelt es sich um die Steuerungselemente, mit denen Training
und somit auch die Abstimmung auf unterschiedliche Zielsetzungen
variiert werden können. Für Anfänger ist es aber zunächst einmal
wichtig, über mehrere Monate ein sogenanntes Grundlagentraining
durchzuführen, bevor das Training eventuell in Hinblick auf zum
Beispiel Schnelligkeit, Langzeitausdauer oder bestimmte Körperregionen
verändert wird. Durch die Veränderung der Trainingsparameter ist es
möglich, das Training auf spezielle Ziele abzustimmen. Im Folgenden
sollen die einzelnen Parameter kurz erklärt und Tipps zur Gestaltung
der einzelnen Punkte im Rahmen eines Anfängertrainings gegeben werden.
Die Trainingsdauer Die Trainingsdauer beschreibt, wie der
Name schon sagt, die Dauer der Trainingseinheiten, also der Nordic
Walking-Touren. Als erste Faustregel sollte hier gelten, dass eine Tour
oder ein Gang mindestens eine halbe Stunde dauern sollte, um die
Fettverbrennung anzuregen und den Körper möglichst soweit zu fordern,
dass Anpassungserscheinungen auftreten (siehe Folge eins: "Der Trend
zum Gehen"). Wenn Sie lange Zeit keinen Sport getrieben haben, sollten
Sie aber auch nicht länger als eine halbe Stunde trainieren, damit ihre
Körperfunktionen nicht überfordert werden oder sie Muskelkater
davontragen. Denn Muskelkater ist nichts anderes als kleine
Muskelrisse, die ein Zeichen für Überbeanspruchung sind und möglichst
vermieden werden sollten.
Eine zweite Faustregel lautet: Nach dem Training sollten Sie nicht "tot
umfallen", sondern sich wohl fühlen! Versuchen Sie nicht zu Beginn
Touren von zwei Stunden durchzupowern, sondern trainieren Sie schlau
und steigern Sie Ihr Pensum nur langsam. Nach drei Monaten können Sie
die Dauer einer Einheit auf 45 Minuten steigern, nach einem halben Jahr
auf 60 Minuten.
Zwei Tipps noch am Rande: Wenn Sie mit dem Training beginnen, versuchen
Sie, vorher wenig bis gar nichts zu essen. So regen Sie die
Fettverbrennung gleich zu Beginn an. Und ganz wichtig: Vergessen Sie
nicht zu trinken! Die Flüssigkeitsaufnahme sollten Sie nicht
vernachlässigen, die Gefahren bei Austrocknung des Körpers sind sehr
hoch einzuschätzen und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen
werden. Eigens für Ausdauersportler entwickelte Getränke wie der
NeproSport® Energy-Drink versorgen den Körper gezielt mit den Stoffen,
die er während der Belastungsphase benötigt, und erhöht so die
Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig kürzerer Regenerationsdauer.
Der Trainingsumfang Der Trainingsumfang bezieht sich beim
Nordic Walking auf die Länge der absolvierten Strecken und natürlich
auf die Häufigkeit des Trainings. Die Länge ist je nach Tempo und
Trainingsintensität natürlich verschieden. Bei einer Gehgeschwindigkeit
von fünf bis acht Kilometern pro Stunde ist zu Beginn des Trainings für
absolute Anfänger eine Strecke von drei bis vier Kilometern
realistisch. Sie sollten, wenn Sie untrainiert sind, am Anfang des
Trainingszyklus' nicht öfter als zwei Mal in der Woche trainieren, um
dem Körper genügend Regenerationszeit zu geben. Es ist ratsam nicht
montags und dienstags zu trainieren, sondern am besten zwei bis drei
Tage Pause zwischen den Einheiten einzulegen, also zum Beispiel
dienstags und samstags zu walken. Auch hier gilt: Lieber zunächst zu
wenig als zu viel trainieren und die Umfänge langsam steigern!
Die Trainingsintensität
Die Intensität ist das Steuerungselement, mit dem Sie sich vor dem
Losgehen auf jeden Fall kurz auseinander setzen sollten. Denn die
Intensität bestimmt maßgeblich die Auswirkungen des Nordic Walkings auf
den Körper. Um die Intensität während des Trainings überhaupt
kontrollieren und steuern zu können, sollten Sie sich ein Pulsmessgerät
zulegen. Diese sind meist mit einem Riemen, der um den Oberkörper
geschnallt wird, und einer Pulsuhr ausgestattet und sind im Handel von
etwa 35 bis zu 300 Euro teuer. Lassen Sie sich dort am besten beraten.
Als Anfänger trainiert man in der Regel in den ersten zwei bis drei
Monaten mit einer geringen Pulsfrequenz, um dem Herz und den
versorgenden Organen die Möglichkeit der langsamen Anpassung zu geben.
Ein Wert von 50% bis 60% der maximalen Herzfrequenz (Berechnung siehe
oben) ist zur Gewöhnung an eine Ausdauerleistung durchaus angebracht.
Zudem vermeidet langsames Walken, gerade bei übergewichtigen Personen,
schweren Reizungen der Bänder und Sehnen und dem Nordic Walker wird
nicht gleich zu Beginn die Lust am Sporttreiben genommen. Eine
Steigerung der Intensität sollten Sie erst dann vornehmen, wenn Sie
zunächst die Dauer der Leistung gesteigert haben. Dann können Sie,
vielleicht nach vier bis sechs Monaten, mit einem Pulsschlag von 75%
der maximalen Frequenz trainieren. Wenn Sie ihre Ausdauer steigern oder
abnehmen wollen, sollten Sie die Frequenz aber nicht weiter steigern,
sondern eher die Dauer der Trainingseinheiten verlängern: Denn in
diesem Intensitätsbereich befinden Sie sich in einem optimalen
Verhältnis von Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffverbrauch (sogenanntes
Steady-State) und der Körper produziert wenig Laktat (Milchsäure). Es
ist eine Mischung zwischen Ausdauertraining und Muskelaufbautraining,
eine ratsame Aufteilung.
Die Trainingsdichte
Die Trainingsdichte bezeichnet die Gestaltung von Pausen während und
zwischen einzelner Einheiten. Beim Nordic Walking ist dieser Punkt
aber, zumindest zu Beginn, nicht relevant, da es über die
Trainingsdauer ja durchgehend betrieben wird. Erst bei späterem,
speziellem Training wie Bergläufen oder Intervalltraining kann diese
Form der Trainingssteuerung interessant werden. Dazu mehr in der
nächsten Folge, in der wir auf verschiedene Trainingsmöglichkeiten für
Fortgeschrittene eingehen.
Auf- und Abwärmen
Was viele Menschen, die Sport treiben, vergessen, ist ein Auf- und
Abwärmen. Das Hauptziel des Aufwärmens ist die Vorbereitung des Körpers
auf die kommende Belastung. Vor allem die Muskeln und die Gelenke
(Fuß-, Knie-, Hüft- und Wirbelgelenke) sollten nicht abrupt einer
Belastung unterzogen werden, sondern am Besten in einem Aufwärmprogramm
von mind. zehn Minuten vorbereitet werden. Dadurch wird die
Gewebstemperatur erhöht und die Dehnbarkeit von Muskeln, Sehnen,
Bändern und Gelenkkapseln verbessert und das Bewegungsmaß erhöht. Denn
Faktoren wie Alter, Muskelkraft oder psychologische Gegebenheiten
können die Gelenkfunktionen negativ beeinträchtigen. Durch das
Aufwärmen beugt man Verletzungen vor, also: Bereiten Sie sich auf jedes
Training vor. Beginnen Sie das Aufwärmprogramm, indem Sie zunächst etwa
zehn Minuten in lockerem Tempo walken, um den Kreislauf und damit die
Durchblutung und Erwärmung der Muskulatur anzuregen. Dann machen Sie
ein kurzes dynamisches Dehnprogramm, in dem Sie die Hauptmuskeln
dehnen, anspannen und wieder dehnen. Auch kurze Krafthalteübungen mit
einem Partner können als Vorbereitung auf die Nordic Walking-Tour
genutzt worden. Zusätzlich lässt sich die Aufwärmphase mit speziellen
Thermocremes wie NeproSport® Rot optimieren, die durch verbesserte
Durchblutung für milde Wärme sorgen und so das Risiko für Zerrungen und
Muskelkater noch weiter senken.
Abnehmen mit Nordic Walking Wie bereits in der ersten Folge
unseres Spezials angesprochen, eignet sich Nordic Walking vorzüglich
für Menschen, die ihr Gewicht reduzieren wollen. Nordic Walking
verbraucht ungefähr 46% mehr Kalorien als das normale Walking, ist
gelenkschonender und trainiert nicht nur die Beine, sondern auch den
Oberkörper. Für abnehmwillige Personen ist in gesundheitlicher Hinsicht
vor allem das Senken des Blutdrucks und des Cholesterinwertes sehr
wichtig, neben der Gewichtsabnahme und der gleichzeitigen Entlastung
des Körpers (Gelenke, Sehnen, Knochen). Für das Erreichen dieser
vorrangigen Ziele sollte sich der Nordic Walker auf jeden Fall an den
oben genannten Grundsätzen orientieren. Auch wichtig ist eine
Belastungsdauer von mindestens einer halben Stunde und das langfristige
Beibehalten des Trainings. Denn nur so kann dauerhaft das Gewicht
reduziert werden, Hormone können dem Muskelabbau entgegenwirken und
durch die Bewegung werden Muskeln ge bildet, die den Fettreserven "ans
Leder gehen".
Wenn Sie Probleme haben eine halbe Stunde zu gehen, dann fangen Sie mit einer Viertelstunde an und steigern sich langsam.
Für stark Übergewichtige ist die Überwindung, überhaupt Sport zu
machen, meist sehr groß. Es wirkt sich sehr positiv aus, wenn in einer
Gruppe gegangen wird, die in etwa das gleiche Leistungspotenzial hat
und in der sich jeder wohl fühlt. Dadurch wird die Motivation
gefördert. Tipp: Suchen Sie sich einen Nordic Walking-Partner, mit dem
Sie die deutschen Lande unsicher machen können. So behalten Sie den
Spaß an der Bewegung und die Pfunde purzeln wie von allein. Natürlich
nur, wenn Sie nicht von Ihnen zu Hause bis zum nächsten McDonald's
walken, sondern auch Ihren gesamten Lebensstil an die Herausforderung
"Abnehmen" anpassen. Dazu gehört neben ausreichend Bewegung auch die
Anpassung der Essgewohnheiten (Salate, Kohlenhydrate, wenig fettreiche
Speisen, evtl. Nahrungsergänzungsprodukte wie NeproTec®). Doch der
Verzicht auf Pizza, Hamburger und Pommes wird sich auszahlen: Und mit
Nordic Walking sind Sie bald in Top-Form!
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